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Konzernlagebericht

zum Konzernzwischenabschluss der InVision AG zum 30. Juni 2020 gemäß §315 HGB (verkürzt/ungeprüft)

Angaben gemäß § 315 a HGB

Die Beschlussfassungen der Hauptversammlung vom 29. Mai 2020 sind der geänderten Satzung unter https://www.ivx.com/investors/corporate-governance/articles-of-association zu entnehmen.

Ertragslage

Der Konzernumsatz sank im Berichtszeitraum um 2 Prozent auf 6.236 TEUR (Vorjahr: 6.395 TEUR). Die Erlöse im Bereich Workforce Management sanken um 3 Prozent auf 5.995 TEUR (Vorjahr: 6.211 TEUR). Die Umsätze im Bereich Education stiegen um 31 Prozent auf 241 TEUR (Vorjahr: 184 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken auf 34 TEUR (Vorjahr: 78 TEUR).

Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg im Berichtszeitraum auf 453 TEUR (Vorjahr: 365 TEUR). Die EBIT-Marge lag im ersten Halbjahr des Jahres bei 7 Prozent (Vorjahr: 6 Prozent).

Trotz der weltweiten Konjunkturabschwächung durch die Corona-Pandemie waren keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns im Berichtszeitraum zu verzeichnen. Die hohe Unsicherheit in Bezug auf den weiteren Verlauf der Pandemie und die damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen haben in Einzelfällen zur kurzfristigen Verschiebung von Kundenprojekten und zur Modifikation von Zahlungsbedingungen geführt.

Die Geschäftsräume des Konzerns wurden zum Schutz der Belegschaft temporär geschlossen. Für eine geringe Anzahl an Mitarbeitern der InVision AG, deren Tätigkeiten im direkten Zusammenhang mit dem Betrieb der Büros und der Büroinfrastruktur stehen, wurde Kurzarbeit eingeführt. Entsprechende Unterstützungsmaßnahmen von der Bundesagentur für Arbeit (Kurzarbeitergeld) wurden in Anspruch genommen.

Reiseaktivitäten wurden auf ein Mindestmaß zurückgefahren. Der Geschäftsbetrieb wurde ohne Unterbrechnung im Remote-Setup aufrecht erhalten. Dienstleistungen im Rahmen von Kundenprojekten werden derzeit ebenfalls ausschließlich remote erbracht. Die finanziellen Konsequenzen der Umstellung spiegeln sich vor allem in einer Senkung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wider.

Im Berichtszeitraum beträgt das Konzerngesamtergebnis -69 TEUR (Vorjahr: 203 TEUR). Das Ergebnis je Aktie beträgt -0,02 EUR bei 2.235.000 Aktien (Vorjahr: 0,09 EUR bei 2.235.000 Aktien).

Finanz- und Vermögenslage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag in der Berichtsperiode bei 2.119 TEUR (Vorjahr: 2.918 TEUR) und entspricht einem Anteil von 34 Prozent am Konzernumsatz (Vorjahr: 46 Prozent).

Die liquiden Mittel sind zum Ende des Berichtszeitraums auf 9.594 TEUR gestiegen (31.12.2019: 2.616 TEUR).

Die Bilanzsumme beträgt zum Ende der Berichtsperiode 24.621 TEUR (31.12.2019: 18.214 TEUR). Das Eigenkapital liegt nunmehr bei 13.057 TEUR (31.12.2019: 13.125 TEUR), die Eigenkapitalquote beträgt 53 Prozent (31.12.2019: 72 Prozent).

Chancen & Risiken

Chancen für die geschäftliche Entwicklung der InVision-Gruppe werden im Ausblick dieses Zwischenlageberichts sowie im Konzernlagebericht des vorangegangenen Geschäftsjahres beschrieben. Entsprechende Risiken sind im Konzernlagebericht für das vorangegangene Geschäftsjahr beschrieben.

Nachtragsbericht

Nach dem Ende der Berichtsperiode gab es keine besonderen Ereignisse, die für den Konzernzwischenbericht von wesentlicher Bedeutung sind.

Ausblick

InVision geht in den nächsten Jahren von einer stabilen Nachfrage nach den Produkten der InVision-Gruppe aus, so dass Chancen für eine nachhaltige Ausschöpfung des Umsatzpotenzials bestehen.

Der internationale Währungsfonds hat mittlerweile die Prognosen für das Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie angepasst und rechnet nunmehr mit einem Einbruch der Wirtschaftsleistung im Euroraum um -10,2 Prozent (vormals +1,1 Prozent) und in den USA um -8,0 Prozent (vormals +2,0 Prozent).

Unter den gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen rechnet die Gesellschaft in Einzelfällen mit Verzögerungen von Neukundenabschlüssen und Umsatzreduzierungen bei bestehenden Vertragsverhältnissen.

Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf die Rekrutierungsbemühungen der Gesellschaft aus. In Europa ist durch die gestiegene Unsicherheit eine deutliche Abnahme der Wechselbereitschaft von Kandidaten zu erkennen. Die für das Geschäftsjahr 2020 ursprünglich geplanten Rekrutierungsmaßnahmen zur Stärkung der Aktivitäten in den Bereichen Vertrieb, Kundenbetreuung sowie Forschung und Entwicklung werden daher voraussichtlich nicht in der geplanten Geschwindigkeit umgesetzt werden können.

Im Ergebnis rechnet die Gesellschaft daher kurzfristig mit geringeren Aufwendungen als ursprünglich erwartet sowie mittelfristig mit einem geringeren Umsatzanstieg.

InVision rechnet für das aktuelle Geschäftsjahr nunmehr mit einem Umsatz zwischen 11.600 TEUR und 12.600 TEUR sowie einem EBIT zwischen -500 TEUR und +500 TEUR.

Düsseldorf, den 13. August 2020

Der Vorstand

Peter Bollenbeck