New Work “par excellence” - nicht “by the book”

New Work oder agil arbeiten - was heißt das bei InVision?

Als Software-Unternehmen beschäftigen wir uns schon recht lange mit agilen Arbeitsmethoden und haben in den letzten acht, neun Jahren viel damit experimentiert. Inzwischen haben wir einen Modus Operandi gefunden, in dem wir als Organisation am besten und effektivsten arbeiten können. Unser “InVision Operating System” (OS) ist ein einzigartiges Kollaborationskonzept, das sich verschiedener Ansätze aus den Bereichen Lean Management, Agilität und New Work bedient. Es folgt nicht den typischen Standardverfahren wie Scrum, sondern ist eine auf unser Unternehmen zugeschnittene Essenz aus langjähriger Erfahrung, einer Vielzahl von Experimenten und angepasster agiler Methoden. Unser OS ist sozusagen New Work “par excellence”, aber nicht “by the book”.

Die wichtigsten Teile unseres InVision OS sind eine “No-Management-Struktur” mit flachen Hierarchien, selbstorganisiertes Arbeiten, fluide Teams, strategische Ausrichtung anhand von OKRs (Objectives and Key Results) sowie Raum für team- und funktionsübergreifende Zusammenarbeit.

Peter sitzt mit ein paar Kollegen im Auditorium bei InVision und hört einem Redner zu.

“No-Management-Struktur” - macht da nicht jeder Mitarbeiter was er will?

Die Arbeit jedes Einzelnen und der Teams richtet sich an den gemeinsam formulierten Zielen aus. Für jedes Jahr, und daraus abgeleitet für jedes Quartal, formulieren wir OKRs (Objectives and Key Results) für das gesamte Unternehmen. Sie dienen dazu, die Arbeit in eine gemeinsame Richtung zu lenken und sich auf das Wesentliche zu fokussieren. Jedes Team entscheidet auf Basis der Unternehmens-OKRs, welche Ziele und messbaren Ergebnisse ihre Arbeit für das Quartal bestimmen. Diese werden von den Teams hinsichtlich des Erfüllungsgrads wöchentlich überprüft und es werden Aufgaben zur Zielerreichung priorisiert. Diese Prozesse innerhalb der Teams sind für alle bei InVision transparent und am Ende jeden Quartals werden die Ergebnisse der Teams intern veröffentlicht.

Peter steht als Speaker mit einem Mikrofon vorne im Digital Garden bei InVision.

Was genau sind “fluide Teams” und wie sieht die teamübergreifende Zusammenarbeit bei InVision aus?

“Fluide Teams” heisst für uns, dass unsere Mitarbeiter nicht einer Abteilung bzw. einem Team fest zugeordnet werden, sondern dass wir die Zusammensetzung der Teams je nach den aktuellen Anforderungen verändern. Genauer gesagt, arbeiten wir in fluiden “Context Teams”. Ein “Context” stellt jeweils einen einzelnen Teil unserer Produkte bzw. unseres Geschäfts dar. Pro “Context” gibt es ein Team, das an Lösungen der dort wichtigen Herausforderungen arbeitet. Da man je nach Aufgabe verschiedene Ressourcen und Fähigkeiten bzw. Skills benötigt, sind diese Teams nicht starr, sondern werden flexibel und kundenzentriert zusammengestellt. Diesen gesamten Prozess nennen wir “Context Swarming”.

25 Prozent unserer Arbeitszeit widmen wir der team- und funktionsübergreifenden Zusammenarbeit, die nicht explizit innerhalb dieser “Context Teams” stattfindet. Diese Zeit gestalten wir im Rahmen von “Open Spaces”, in die jeder Mitarbeiter Themen einbringen kann, welche dann in kleineren Gruppen fokussiert bearbeitet werden. Diese Themen sind ganz unterschiedlich, wie z.B. Verbesserungen der täglichen Zusammenarbeit, Aneignung von Wissen oder Kennenlernen neuer Technologien, Vertiefung neuer (Produkt-) Ideen - sie können aber durchaus auch Context-bezogen sein, d.h. man holt sich Hilfe oder Ideen außerhalb des Teams, um bestimmte Aufgaben zu lösen. Dadurch fördern wir die Kreativität und Motivation unserer Mitarbeiter und stärken gleichzeitig unsere Innovationskraft.

Petzer sitzt bei einer Coding-Session mit drei Kollegen auf dem Sofa in der Bibliothek von InVision.

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